GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS
Dr. med. D.APEL & A. von BUBNOFF

Wir führen sämtliche endoskopische, diagnostische und therapeutische Methoden sowie Ultraschalluntersuchungen des Verdauungstraktes und Funktionsuntersuchungen durch.
Das Leistungsspektrum der Praxis erstreckt sich über:
- Magenspiegelung oder Gastroskopie: Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm
- Dickdarmspiegelung oder Koloskopie: Krebsfrüherkennung, Vorsorgekoloskopie
- Mastdarmspiegelung und Proktoskopie
- Sonographisch gesteuerte Leberpunktion
- PEG: Perkutane Endoskopische Gastrostomie (Anlage einer Ernähungssonde unter endoskopischer Sicht durch die Bauchdecke
- Atemtests (Laktose, Fruktose und C13 zum Nachweis von Helicobacter pylori)
- Interventionelle Endoskopie:
Die Magenspiegelung (auch Gastroskopie oder ÖGD genannt) ist eine endoskopische Untersuchung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms. Die Magenspiegelung st die beste Methode um Beschwerden abzuklären, die von diesen Organen ausgehen. Es ist die einzige Methode, um gutartige von bösartigen Erkrankungen sicher zu unterscheiden. Die bösartigen Erkrankungen der unteren Speiseröhre nehmen in westlicher Welt ständig zu. Sodbrennen, das über drei Wochen anhält, oder trotz Behandlung immer wieder auftritt, muß deshalb durch die Gastroskopie abgeklärt werden.
Der Arzt untersucht mit einem Gastroskop. Ein Gastroskop besteht aus einer sehr beweglichen, mit Kunststoff ummantelten Glasfaseroptik und hat einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter. Über das Gastroskop lassen sich kleine Gewebeproben entnehmen oder therapeutische Maßnahmen durchführen. Die Entnahme von Gewebeproben ist wie die gesamte Gastroskopie nicht schmerzhaft. Die Magenspiegelung dauert im Regelfall nur wenige Minuten. Zur Vorbereitung wird der Rachenraum mit einem Lokalanäs-thetikum betäubt. Auf Wunsch wird auch eine leichte, kurz wirksame Beruhigungsspritze verabreicht.
Die Rektoskopie, auch Mastdarmspiegelung genannt, ist die Untersuchung des Mastdarms (Rektum). Der Mastdarm ist der etwa 12 bis 15 Zentimeter lange Abschnitt des Enddarms, der auf den etwa 2,5 bis vier Zentimeter langen Analkanal folgt. Wird nur der Analkanal untersucht, spricht man von einer Proktoskopie. Für die alleinige Untersuchung des Mastdarmes wird in der Regel das Rektoskop, ein starres, 20 Zentimeter langes Metallrohr mit einem Durchmesser von etwa 15 Millimeter verwendet. Das Gerät besitzt eine Vorrichtung zur Beleuchtung und zum Einbringen von Luft, um den Darm zur besseren Beurteilung ein wenig aufdehnen zu können.
Die Rektoskopie bzw. Proktoskopie ist unter anderem in folgenden Fällen erforderlich: Bei Blutungen im Bereich des Anus oder bei Blutauflagerungen im Stuhl (Hämorrhoiden), bei anhaltenden Beschwerden beim Stuhlgang oder bei weiblichem Genitalkrebs zum Ausschluss einer Tumorausdehnung. Bei Hämorrhoiden können wir in der glelichen Sitzung die Verödung (Sklerosierung) oder die Ligatur derselben durchführen.
Auch die Rektoskopie verlangt eine gewisse Vorbereitung des Mastdarms. Etwa eine halbe Stunde vor der Untersuchung wird der Enddarm mit einem Einlauf gereinigt. Der Patient wird in der Steinschnittlage (wie auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl) untersucht. Das Proktoskop bzw. Rektoskop wird dann mit einem Gleitmittel eingerieben und vorsichtig in den Analkanal bzw. in den Mastdarm eingeführt.
Die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) oder die Fruktose-Sorbit-Intoleranz ist in Deutschland eine häufige Ursache für Durchfall oder Bauchschmerzen und kann in unserer Praxis mit Hilfe eines einfachen Atemtests (H2-Atemtest) festgestellt werden. Für diesen Test muss der Patient nüchtern sein. Mit Hilfe des H2-Atemtests lassen sich auch weitere Ursachen von Durchfallserkrankungen oder Funktionsstörungen nachweisen.
Mit dem C13-Atemtest kann der Erfolg der Behandlung von Helicobater pylori (Magenkeim) überprüft werden.
Der Ultraschall ist ein Schall, der für unsere Ohren nicht hörbar ist. Der Ultraschall wird, wie der "normale" Schall auch, an bestimmten Hindernissen reflektiert. Dort entsteht ein Echo. Dieses Ultraschall-Echo nutzen zum Beispiel Fledermäuse, um sich im Dunkeln zu orientieren und ihre Beute zu finden. Auf Schiffen benutzt man das Ultraschall-Echo, um die Meerestiefe zu messen (Echolot).
In der medizinischen Diagnostik macht der Ultraschall die Stellen im Körper sichtbar, an denen er reflektiert wird. Dies sind zum Beispiel die Knochen. Sichtbar werden aber auch Knoten in der weiblichen Brust, Gallensteine oder andere Stellen im Gewebe (in unserem Fall Leber, Gallenblase, Gallengänge, Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm, Nieren, Milz, Bauchgefässe), die sich vom umliegenden Gewebe unterscheiden. Faktisch kann der Arzt jedes Organ im Körper im Ultraschall erkennen. Und nicht nur das: auch sich bewegendes Gewebe wie das Blut ist als solches sichtbar (Doppler-Effekt). Strömungsgeschwindigkeit und Strömungsrichtung des Blutes können so im Ultraschall gemessen werden.
Bei auffälligen Organbefunden können wir mit einer speziellen Punktionsnadel unter der Ultraschallkontrolle eine kleine Gewebsprobe gewinnen, die dann bei einem Pathologen unter dem Mikroskop analysiert wird.
Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ist eine Untersuchung des Dickdarms (Kolon) mit einem Spezialendoskop, dem Koloskop. Der Arzt kann mit Hilfe der Koloskopie den Dickdarm betrachten und bei Bedarf Biopsien (Gewebeproben) entnehmen oder kleinere operative Eingriffe durchführen. Die Koloskopie wird zur Abklärung verschiedener Krankheiten veranlasst (Darmpolypen, Darmkrebs, Divertikel, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn usw.; siehe auch auf der Seite "Medizinisches Spektrum"). Bei der Koloskopie läßt sich nach entsprechender Reinigung durch eine Spüllösung (siehe unsere Darmvorbereitung-Blätter) der gesamte Dickdarm und meist auch noch ein Teil des darin einmündenden Dünndarms von innen betrachten. Die Darmspiegelung ist die sicherste Methode, um gutartige und bösartige Erkrankungen des Dickdarms sicher zu erkennen. Polypen sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut, die bei der Koloskopie in gleicher Sitzung schmerzlos mit einer Elektroschlinge abgetragen werden können.
Die Koloskopie und Polypektomie ist die sicherste Krebsvorsorge, die es derzeit gibt! Durch beide Maßnahmen kann die Wahrscheinlichkeit für einen Darmkrebs um 90% gesenkt werden. Der Darmkrebs ist in Deutschland mit mehr als 30 000 Toten pro Jahr die zweithäufigste Todesursache bei bösartigen Tumoren, bei nicht-rauchenden Männern sogar die häufigste. Selbst wenn bei der Koloskopie ein Darmkrebs entdeckt wird, kann er im Frühstadium meist noch komplett endoskopisch entfernt werden, ohne daß eine Operation erforderlich wird. Die Heilungsrate beträgt dann nahezu 100%.
Seit 2002 wurde die Vorsorge-Koloskopie in das Krebsfrüherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen. Für alle Versicherten ab dem 56. Lebensjahr wird die Vorsorge-Koloskopie angeboten, die nach Ablauf von 10 Jahren einmal wiederholt werden darf. Diese Untersuchung darf aber nur von qualifizierten Untersuchern (Gastroenterologen) durchgeführt werden.